Autismus - was ist das?

Das Wort Autismus leitet sich von dem griechischen Begriff autos ab, was so viel bedeutet wie „selbst“ oder „auf sich selbst bezogen“. Dieses „auf sich selbst“ ist im Sinne einer Abkapselung von der Umwelt zu verstehen, was nicht bedeutet, dass Menschen mit einer Autismusspektrumstörung keine sozialen Kontakte wollen: Im Gegenteil!
Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich anhand verschiedener, charakteristischer Symptome aus den drei folgenden Bereichen diagnostizieren lässt:

  • Sozialer Umgang mit Mitmenschen
  • Kommunikation und Sprache
  • sich stets wiederholende Handlungen was im Spiel-, Beschäftigungs- und Arbeitsverhalten besonders deutlich wird.

Heute spricht man auch häufig von einer Autismusspektrumstörung, wobei der Ausdruck "Spektrum" die Vermutung ausdrückt, dass sich verschiedene Störungsbilder nicht immer trennscharf voneinader abgrenzen lassen.
Klassischer Weise unterscheidet man in erster Linie folgende Diagnosen, welche alle zum Autismusspektrum zählen

  • Frühkindlicher Autismus
  • Asperger-Syndrom
  • Atypischer Autismus

 

Häufigkeit

Viele epidemiologische Studien weisen auf einen Häufigkeitszuwachs von Autismusspektrumstörungen hin. Dennoch ist nicht klar, ob der Autismus tatsächlich zunimmt, da vielmehr berücksichtigt werden muss, dass sich die diagnostischen Kriterien geändert haben und sich dieses Störungsbild heute wesentlich besser diagnostizieren lässt als noch vor einigen Jahren. Nach aktuellen Angabe von Autismus Deutschland kann man davon ausgehen, dass nahezu 1% (7 von 1000) der Bevölkerung von einer Autismusspektrumstörung betroffen ist.
Auch das Geschlechterverhältnis ist aussagekräftig. Dieses beträgt Störungsübergreifend ungefähr 6 Jungen: 1 Mädchen.